Dienstag, 23. Januar 2018

die Polenz - Fluss

Bekannt ist unsere Gegend durch das Polenztal mit den Märzenbecherwiesen und den schönen Wanderrouten durch das Tal und die nahe gelegene Sächsische Schweiz.

Die Polenz entspringt nahe der tschechischen Grenze bei Langburkersdorf. Neun Quellen, die meisten auf deutschen Boden vereinigen sich in etwa 300 m zur Polenz.

An ihrem Lauf nach Westen liegen das Langburkersdorf, die Stadt Neustadt in Sachsen und das Dorf Polenz. Die Dörfer in unserer Gegend erstrecken sich entlang der Flüsse bzw. Bäche und sind wirklich lang.

Der Polenztalweg, auf dem man durch das Polenztal wandern kann ist ein unspektakulärer Weg. Der jedoch bei nassem Wetter recht schlammig sein kann. Bis zur Bockmühle ist keine nennenswerte Steigung und auch sonst kommt man gut voran. Dort, vor und hinter der Mühle, sind auch die bekannten Märzenbecherwiesen.

Geht man von der Bockmühle weiter, ist der Weg auch erst einmal recht gemütlich. Irgendwann beginnt der Weg dann doch recht anzusteigen und dann geht es wieder ins Tal. Weiter hin gibt es eine Stelle, wo man schon über einen Felsen muss. Heute gibt es dort einen hölzernen Übergang. Der ist nicht so mein Ding, so habe ich ihn weitläufig umgangen. Vor vielen Jahren war der Felsen noch gut zu begehen, aber es gab wohl mal einen Felssturz, denn heute fehlt dort ein Teil des Gesteins.

Ein großes Stück weiter geht es auf dem breiten Weg weiter bis zur Scheibenmühle, wo es ebenfalls eine große Märzenbecherwiese gibt.

Natürlich findet man die Märzenbecher auch in den Gärten in Polenz, und immer wieder große Flecken mit diesen hübschen Frühblühern an den Rändern der Wiesen, die die Polenz säumen, nicht nur an den beiden Mühlen.

An der "Heeselichtmühle", jetzt Privatbesitz, läuft man dann auf der ehemalige "Rennstrecke" weiter. Rechts befindet sich die "Rußigmühle", wo man rasten kann. Danach endet die Straße auf der Dresdener Strasse, die von Hohnstein herunter kommt und über die Brücke führt. Hinter der Brücke  geht es links wieder auf dem Polenztalweg weiter. Auf der anderen Seite, im Dickicht, befindet sich die Ruine der Hohnsteiner Mühle.
Kurz darauf  erreicht man die Gaststätte und Pension "Polenztal". Auch diese ist für eine Rast gut zu nutzen, man kann da recht gut speisen.

"Nahe der Stadt Hohnstein unterhalb des Hocksteins quert die Polenz die sogenannte Lausitzer Überschiebung, wo sich der Lausitzer Granit als tektonische Platte über die Sandsteinschichten des Elbsandsteingebirges, Sedimente eines einstigen küstennahen Meeresbodens, geschoben hat. An dieser Stelle wechselt die Form des Tales unvermittelt von der granittypischen V-Form zu einer canonartigen Form mit hohen, senkrechten Sandsteinwänden. Dieser Formenwechsel entsteht durch die unterschiedlichen Vorgänge bei der Verwitterung der beiden Gesteinstypen."*

Rechts der Polenz erstreckt sich das wenig bewaldete schmale Felsplateau Ziegenrücken, links ist dann der Brand.

Irgendwann erreicht man dann die "Waltersdorfer Mühle", wo man auch wieder einen kleinen Imbiss im Garten einnehmen kann. Es ist schön, das sie einen neuen Besitzer gefunden hat und nun nicht mehr dem Verfall preis gegeben ist. Bei der Mühle geht es über die wunderschöne alte Steinbrücke weiter bis Porschdorf, wo sich die Polenz, bei der Frinztalmühle,  mit der Sebnitz zum Lachsbach vereint.

Die ganze Tour von Polenz bis Porschdorf und Bad Schandau, habe ich früher mehrmals gemacht, damals noch mit den Kinders, als sie noch im Wagen lagen. Heute geht das so nicht mehr.

*Quelle: Wikipedia

Outdoor Oma


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